Chef hat auch die Bildung im Blick

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SPD-Wahlkreiskandidat Daniel Klein schaut in Krumbach den Auszubildenden der Firma Stecher GmbH Drehtechnik über die Schultern. Bild: Steinmüller

SPD-Landtagskandidat Daniel Klein besucht Firma Stecher

Sauldorf-Krumbach (hps) Wenn es um die Bildung geht, sind sich der SPD-Landtagskandidat Daniel Klein und der Krumbacher Unternehmer Günter Stecher einig – Grundschulklassen mit 32 Kindern seien, so die gemeinsame Überzeugung, viel zu groß, um einen qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Unterricht zu gewährleisten. Klein besuchte am Donnerstag im Rahmen seines Wahlkampfes zusammen mit einer sozialdemokratischen Delegation die Firma Stecher GmbH Drehtechnik.

Angekündigtes Schwerpunktthema des Besuchs war die Nachwuchsgewinnung und Ausbildung. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 160 Mitarbeiter, von denen sich 19 in der Ausbildung befinden. Unter den Lehrlingen sind viele Absolventen der Realschule in Meßkirch. „Wir brauchen Auszubildende mit guten schulischen Voraussetzungen“, sagte Günter Stecher. Deshalb hat Stecher die Klassengröße im Blick und spricht sich für kleinere Klassen aus, in denen die Schüler individuell gefördert und motiviert werden. Er möchte die Kontakte zur Realschule in Meßkirch weiter intensivieren und denkt über ein Patenschaftsmodell nach, so wie es die Pfullendorfer Firma Geberit mit der Meßkircher Schule unterhält. „Das gilt auch für Hauptschulen“, sagt Stecher.

Die Anforderungen an die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter ist bei Stecher besonders groß. Wie die SPD-Delegation beim Betriebsrundgang erfuhr, kann sich die Firma mit ihren Drehteilen auf dem deutschen und internationalen Markt nur behaupten, weil sie qualitativ hochwertige Produkte auf Wunsch auch in kleinen Serien herstellt. Dabei könne das Unternehmen auch Wünsche erfüllen, die in Unternehmen ohne diese Spezialisierung nicht machbar seien. Günter Stecher sprach in diesem Zusammenhang von einem „Alleinstellungsmerkmal“ des Familienunternehmens. Für die in Krumbach produzierte Qualität seien die Kunden bereit, die höheren Preise für in Deutschland produzierte Drehteile zu bezahlen.

Höhere Preise werden in der Bundesrepublik nicht nur durch das höhere Lohnniveau fällig. Auch der Umweltschutz kostet. Obwohl beispielsweise Rumänien ebenfalls zur EU gehört, würden dort die von der EU vorgeschriebenen Umweltschutz-Mindestnormen nicht eingehalten. Konkret geht es um das Bohröl, das in Krumbach den deutschen und technischen Standards entsprechend recycelt und so über zwei oder drei Jahre hinweg verwendet werden kann. Stecher und sein Bruder Michael haben schon die Zusammenarbeit mit ausländischen Firmen abgelehnt, in denen verbrauchtes Bohröl nicht sachgerecht aufbereitet oder entsorgt wird. „Ich bin selbst Angler und weiß sauberes Wasser zu schätzen“, erläutert der Unternehmer.

Die schwere Wirtschaftskrise hat das Unternehmen 2009, so Stecher, „mit voller Wucht getroffen“. Trotzdem sei niemand von der Stammbelegschaft entlassen worden. Deswegen könne das Unternehmen vom Aufschwung voll profitieren.

 

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